HÄPPI Projekt RLP
Das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Rheinland-Pfalz und die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland starten das HÄPPI-Projekt (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell) in ländlichen Regionen. Über sechs Monate ab Juli 2025 testen ausgewählte Praxisstandorte neue Teamstrukturen, den verstärkten Einsatz digitaler Tools und eine KI-basierte Telefonassistenz, um Arbeitsbelastung zu reduzieren und die Versorgung zu verbessern. Ziel ist eine zukunftsfähige, wohnortnahe hausärztliche Versorgung trotz zunehmender Patientenzahlen und Fachkräftemangel.
Das Modell setzt auf interprofessionelle Teams (Ärzte, MFA, PCM, PA usw.) und digitale Hilfsmittel, um Aufgaben sinnvoll zu verteilen und Freiräume für die medizinische Versorgung zu schaffen. Die Teilnahme erfolgt in sieben Praxen.
Die sieben HÄPPI-Praxen finden sich in folgenden Regionen:
- Kirchen, Landkreis Altenkirchen
- Hachenburg, Westerwaldkreis
- Simmern, Rhein-Hunsrück-Kreis
- Bad Ems, Rhein-Lahn-Kreis
- Mommenheim, Landkreis Mainz-Bingen
- Irrel, Eifelkreis Bitburg-Prüm
- Kirchheimbolanden, Donnersbergkreis
Gefördert wird das Vorhaben vom Land Rheinland-Pfalz und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet. Ergebnisse aus Patientenbefragungen (PROs), Feedback der Teams und die Evaluation des digitalen Assistenten fließen in ein Best-Practice-Handbuch ein.
Über HÄPPI:
HÄPPI (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell) ist ein innovatives Versorgungskonzept des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes auf Bundesebene, das bereits erfolgreich in Baden-Württemberg erprobt wurde
und jetzt u.a. in Rheinland-Pfalz und Bayern weiterentwickelt wird. Das Modell kombiniert interprofessionelle Zusammenarbeit in einer Teampraxis mit digitalen Lösungen und schafft so neue Möglichkeiten für eine effiziente und patientenzentrierte hausärztliche Versorgung unter den Herausforderungen zunehmend reduziert verfügbarer Arztzeit bei zugleich steigendem medizinischen Versorgungsbedarf durch den demographischen Wandel in der Bevölkerung. Hausarztpraxen werden hierdurch ertüchtigt, ihre
Aufgabe als Gatekeeper und steuernde Primärversorger auch in der Zukunft zu erfüllen.
Wichtige Elemente:
- Interprofessionelles Teamkonzept mit digitalen Tools
- KI-basierte Telefonassistenz zur Entlastung
- Pilotphase in sieben ländlichen Praxen
- Förderung durch Land und AOK; wissenschaftliche Begleitung
Ziele:
- Förderung der interprofessionellen Versorgung in der hausärztlichen Teampraxis
- Weiterentwicklung hausärztlicher Versorgung im ländlichen Raum vor dem Hintergrund sinkender „Arztzeit“ zur Sicherung einer wohnortnahen Versorgung
- bedarfsgerechte Patientenzentrierung
- Steuerung durch Gatekeeping und Vernetzung im Gesundheitswesen
- Ausbau digitaler Konzepte und hybrider Versorgungsmodelle mit dem Schwerpunkt KI-basierter Terminvergabe und digitaler Patientenkommunikation
- Stärkung der Gesundheitskompetenz
Mehr über den aktuellen Stand erfahren Sie auf unserem diesjährigen Hausärztetag am 28.11. und 29.11.2025 im Eltzer Hof.
Aktuelles Rund um das HÄPPI Projekt finden Sie hier:
- Momentan fiddet die Evualation statt und die Patientenbefragungen.
- Interview mit der Praxis Gindi
- Minister Clemens Hoch zu Besuch in der Praxis am Osterberg bei Frau dr. Verena Gall (Quelle/Urheber: MWG)
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